© Sarah Hohmann Fotografie

Über mich… wen sonst?

Autorin, Redakteurin – irgendwas mit Fernsehen eben.

Ah, du arbeitest fürs Fernsehen? Ja cool, was hast du da studiert? – Kommunikationswissenschaft. – Ah ja. Schön.

Unterhaltung Ende.

Jupp, so eine bin ich. Was mit Medien studiert, beim Fernsehen hängen geblieben und dann auch noch nach Berlin gegangen. Im Klischee-Bingo wäre meine Reihe voll.

Diese Medien und ich, das war aber immer schon so ein Ding: Damals, als in den Kneipen und Cafés noch Zeitungsstöcke hingen, weil die Leute so richtig auf Papier gelesen haben, da ging es schon los. Mein erstes Praktikum verschlug mich in ein verrauchtes Büro (ja, da wurde auch noch in Innenräumen geraucht) in Dortmund-Lütgendortmund. Für die Westfälische Rundschau (R.I.P.) durfte ich Unfallmeldungen der Polizei umtippeln. Ich präsentierte meine „Beiträge“ stolz meiner Familie und hielt mich für eine wahnsinnig wichtige Journalistin. Bis heute fliegen sie als vergilbte Papierausschnitte in irgendeiner Mappe bei mir zu Hause rum. Aus der Zeitungskarriere wurde nichts.

Dann kam das Radio – Podcasts gabs ja noch nicht. Aber Bürgerfunk, eine Stunde in der Woche. Da durfte ich mal moderieren – es ging um Atomkraft und das Sterben des Regenwaldes, zwischendurch rappten ein paar befreundete Jungs live ins Mikro. Daraufhin hielt ich für eine wahnsinnig wichtige Moderatorin. Doch auch aus der Radiokarriere wurde nichts.

Es begann mit Cola Light

Aber es gab ja noch das Fernsehen. Und so landete ich nach dem Abi beim Regionalfernsehen 17:30 Sat.1 NRW. Hier arbeitete ich mich hoch: Von der Cola-Light-für-den-Chef-kaufenden Praktikantin über Redaktionsassistentin zur Volontärin. Nebenbei und drumherum studierte ich weiter. Als angehende Redakteurin produzierte ich tagein tagaus Beiträge: Über Landtagsdebatten, Fußballgeschichten aus der dritten Bundesliga, Streik der Opel-Beschäftigten und kuriose Ortsnamen in NRW. Alles selbst gedreht und selbst geschnitten. Ich war eine eierlegende Wollmilchsau und hielt mich für eine wahnsinnig wichtige Videojournalistin.

Nach einem Abstecher ins Hauptstadtstudio von N24 (heute welt) und zwei Jahren tagesaktueller Berichterstattung hatte ich dann erstmal die Schnauze voll vom Fernsehen. Einen Bachelorabschluss und verschiedene Jobs in diversen Städten später dann die Kehrtwende: Wenigstens aus der Fernsehnummer sollte noch was werden.

Als freie Autorin begann ich, Reportagen, Magazinbeiträge und Wissenclips umzusetzen, stand dabei neben, hinter und vor der Kamera. Recherche, Drehplanung, Realisation und Schnitt – alles aus (m)einer Hand. Und dabei ist es geblieben. Eine kleine Auswahl davon gibts hier.

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